Kirchenvorstandswahl 2018

Kirchenvorstands-Wahl am 21. Oktober 2018

Dieses Jahr ist Wahljahr: Im Oktober können wir hier in Bayern nicht nur über die Zusammensetzung des Landtages entscheiden, sondern auch darüber, wer im Kirchenvorstand (KV) unserer evangelischen Gemeinde mitleiten wird.

Allgemeine Informationen zur Arbeit des Kirchenvorstands erhalten Sie hier.

Wie im politischen Leben haben wir auch damit ein wichtiges demokratisches Mitspracherecht. Die Frauen und Männer dieses Gremiums bestimmen und entscheiden, was in unserer Gemeinde geschieht. Und das ist nicht wenig, denn unsere Kirchengemeinde ist eine umfangreiche und komplexe Organisation mit vielen Aufgaben und Angeboten. Das Spektrum der anfallenden Themen ist weit: Finanzen, Bauaktivitäten, Diakonie, Kita, Bildung, Öffentlichkeitsarbeit sind nur einige Beispiele.

In unserem evangelischen Selbstverständnis sollen diese Aktivitäten ja nicht „von denen da oben" angeordnet und ausgeführt werden, sondern wir als Gemeindemitglieder haben über die von uns gewählten Vertreter im Kirchenvorstand ein Mitspracherecht. Schließlich sind ja wir als Gemeinde, oder besser gesagt als Mitglieder dieser Gemeinschaft, diejenigen, die von den Entscheidungen betroffen sind.

Nutzen Sie deshalb die Möglichkeit, hier mitzureden: Informieren Sie sich und beteiligen Sie sich an der Wahl!

Fragen und Antworten

Welche Aufgaben hat der Kirchenvorstand?

Er hat die Verantwortung für die Aufgaben und Aktivitäten in der Gemeinde in geistlicher und rechtlicher Hinsicht und trifft verbindliche Entscheidungen. Das reicht vom Gottesdienstangebot über die Sorge für Menschen bis zu Personalfragen und die Finanzierung von Baumaßnahmen.

Wer ist im Kirchenvorstand?

Für Gemeinden wie unsere (zwischen 5000 und 10 000 Mitglieder) besteht der Kirchenvorstand aus 9 gewählten und 3 berufenen Männern und Frauen und den Pfarrerinnen und Pfarrern der Gemeinde.

Was macht ein Mitglied des KVs?

Er oder sie nimmt an der monatlichen Sitzung teil und wirkt je nach verfügbarer Zeit und Kraft in den Wochen dazwischen in selbstgewählten Bereichen mit.

Ob Finanz- oder Bauausschuss, Jugendarbeit oder Kita, Diakonie, Bildungs- oder Öffentlichkeitsarbeit, Mission, Kontakte zu Gruppen und Projekten in der Gemeinde – die Möglichkeiten zur konkreten Mitarbeit sind vielfältig.
Die Menschen im Kirchenvorstand sind in den Gottesdiensten beteiligt, halten ökumenische Kontakte und Verbindungen zu den politischen Gemeinden und zu Vereinen. Sie repräsentieren die Gemeinde auch nach außen bei Veranstaltungen, Einführungen, Einweihungen oder Konfirmationen.

Wie lange dauert die Amtsperiode?

6 Jahre

Wer darf wählen?

Den Kirchenvorstand dürfen alle Gemeindeglieder wählen, die 14 Jahre alt und konfirmiert oder 16 Jahre alt sind.

Wer kann kandidieren?

Man muss Mitglied der Kirchengemeinde und mindestens 18 Jahre alt sein.

Wie wählt man?

Bereits vor der Wahl werden die Wahlunterlagen per Post verschickt. Darin sind auch Briefwahlunterlagen enthalten, die zuhause ausgefüllt und zurückgeschickt werden können.

Alternativ gibt es am Sonntag, den 21.Oktober 2018 nach den Gottesdiensten in der Christi-Himmelfahrts-Kirche, dem Epiphanias-Zentrum oder dem Paul-Gerhardt-Haus Wahlbüros.

Jugendbeteiligung

Zehn Argumente für aktive Jugendbeteiligung im Kirchenvorstand

  • Jugendliche sind Teil der Gemeinde und müssen daher vertreten sein. Junge Menschen sind nicht Kirche von morgen, sondern schon heute voll dabei.
  • Junge Menschen bringen oft bereits Erfahrung im Bereich Gremienenarbeit mit und können die Sitzungskultur damit bereichern.
  • Gremienarbeit lebt von verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven. Junge Menschen können hier einen wertvollen Beitrag leisten. Neue Menschen stellen neue Fragen.
  • Die heute getroffenen Entscheidungen müssen von „der Jugend" später umgesetzt und vertreten werden. Deshalb sollte sie heute schon die Zukunft mitgestalten.
  • Junge Menschen im KV erleben christliche Werte und Traditionen und können diese in ihre Lebenswirklichkeit weitertragen.
  • Junge Menschen ermutigen durch ihre Unbeschwertheit, neue Inhalte und Methoden in den Blick zu nehmen und neue Wege zu denken/zu gehen/auszuprobieren.
  • Die Unplanbarkeit von Lebensbiografien auf 6 Jahre ist keine jugendspezifische Frage, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.
  • Positive Erfahrungen der Mitgestaltung binden für später. Auch wenn sich die Lebenswirklichkeit ändert, bringen sich Menschen, die Beteiligung erfahren haben, in der Gesellschaft ein. Wer als Jugendlicher gute Erfahrungen gemacht hat, kommt wieder.
  • Junge Menschen können Brücken bauen zwischen Tradition und neuen gesellschaftlichen Herausforderungen.
  • Die Beteiligung „der Jugend" im Kirchenvorstand ist Teil von Gemeindeaufbau und Nachwuchsförderung.

Gesammelt von der AG Wahlen der Landesjugendkammer

Info-Video der Landeskirche

Video-Clips der Evangelischen Jugend in Bayern

 

 

WAS FÄLLT DIR EIN ZU „KIRCHENVORSTAND"?
Persönliche Gedanken aus der Runde des derzeitigen Kirchenvorstands

Roland Hausknecht

"... die Möglichkeit sich in die Gestaltung unserer Gemeinde direkt einbringen zu können, finde ich großartig; sei es bei Gottesdiensten oder Veranstaltungen, in den Ausschüssen, bei wichtigen Entscheidungen: ich kann meine Ideen und Gedanken äußern, mithelfen etwas für die Gemeinde zu bewegen. Und das in einem sehr angenehmen, entspannten Team."

Bettina Castell

"Im Kirchenvorstand dabeizusein war für mich vor knapp 6 Jahren eine tolle Möglichkeit, ein aktiver Teil der Kirchengemeinde zu werden. In den Sitzungen treffe ich Leute mit ähnlichen Werten und Überzeugungen, und es ist sehr bereichernd, in konstruktiver Atmosphäre mit ihnen zu diskutieren."

Astrid Müller

"Das Spannende im KV ist, dass man einen Blick hinter die Kulissen bekommt, Zusammenhänge sieht und verstehen lernt, warum Dinge in der Gemeinde so sind, wie man sie als Gemeindemitglied erlebt."

Pfarrer Thomas Prusseit

"Gott sei Dank haben wir in unserer Kirchengemeinde fitte Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, die die Gemeinde weise und mit persönlichem Engagement leiten. Sie spiegeln verschiedene Gruppen und Kreise wider, von alt bis jung, von fromm bis liberal. Und es gab in den letzten Jahren wichtige Entscheidungen zu treffen, die das Gemeindeleben nicht nur im baulichen Bereich über Jahre hin prägen werden. Eine Gemeinde lebt davon, dass sich Menschen mit ihren Gaben und Fähigkeiten einbringen und bereit sind Verantwortung zu tragen. Und natürlich bekommt man auch einen persönlichen Benefit aus der Mitarbeit. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit all den Menschen, die sich (wieder) zur Wahl stellen."

Martin Duthweiler

"Mich begeistert die Arbeit im Kirchenvorstand, weil ich mich für die Gemeinde und die Stadt sinnvoll einbringen kann und zugleich vielen freundlichen Menschen begegne. Die Arbeit des Kirchenvorstands ist nach außen hin geachtet und intern von tiefem gegenseitigen Vertrauen geprägt. Das macht Freude, da trage ich gerne zu bei."

Birgitta Sutor

"Ich mag die Freisinger Kirchengemeinde. Sie ist offen und vielfältig und ich fühle mich hier vielen Menschen verbunden. Im Kirchenvorstand spüre ich diese gute Gemeinschaft auch und ich kann „etwas tun" dafür."

Sibylle von Fritsch

"Kirchenvorstand: Der kann wirklich viel entscheiden! Das ist mir eigentlich erst so richtig klargeworden, seitdem ich selber Mitglied dieses Gremiums bin, und die Arbeit genauer kennengelernt habe. Es ist für mich eine gleichzeitig verantwortungsvolle wie bereichernde Aufgabe, die mir Gelegenheit gibt, „nah am Geschehen" zu sein, mitzugestalten, wie es mit unserer Gemeinde weitergeht. In den Sitzungen habe ich eine vertrauensvolle, konstruktive und zugewandte Atmosphäre erlebt, es macht Freude, in diesem Team dabei zu sein."

Hans-Georg Kürten

""Vorstand", insbesondere auch "Kirchenvorstand" hört sich ziemlich ältlich, trocken und eher humorlos an.
Ist es aber überhaupt nicht. Eine Gemeinschaft von jungen und jung gebliebenen Menschen, die viel gemeinsam lachen, singen, beten, die kreativ und tatkräftig sind und eine ganze Menge zu regeln haben. In dieser Periode waren es "nur" die Umgestaltung der Kirche, der Abriss und Neubau des Gemeindehauses, 500 Jahre Reformation, alles mit den dazu gehörenden Vor- und Nachbereitungen und vieles mehr. Mit der Zeit gehen ohne das Wesentliche aus dem Auge zu verlieren - ich glaube, das ist ganz gut gelungen."

Günter Wanck

"Der Kirchenvorstand ist ein demokratisches Leitungsorgan in der Kirchengemeinde, ein von der Gemeinde gewähltes Gremium in der Runde der Hauptamtlichen. Als langjähriger Kirchenvorstand ist mir bei Entscheidungen immer das Wohl der Gemeinde wichtig. Der Kontakt zu Gemeindegliedern im Gottesdienst und auch außerhalb gibt mir Energie und Kraft für diese Aufgabe."